Mein Fazit zum Thema Krebs und Ernährung

Der gesunde Kranke

 

Mein Fazit zum Thema Krebs und Ernährung

 

Es gibt keine Krebsdiät!

 

Bis jetzt gibt es keine erwiesene Krebsdiät! Die meisten der angebotenen Diäten führen nur zu einer einseitigen Ernährung und zu einem Nährstoffmangel. Gerade Menschen, deren Körper sich von den meist sehr harten Therapien erholen müssen brauchen die volle Vielfalt an Nährstoffen, die unsere Nahrung uns liefern soll. Einseitige Diäten die zusätzlich schwächen machen meiner Meinung nach nur wenig Sinn.

 

 

 

Kein Nahrungsmittel alleine heilt Krebs

 

Der Glaube, dass man Krebs heilen kann, wenn man literweise grünen Tee trinkt oder kiloweise Brokkoli isst gibt natürlich Hoffnung, aber würde sonst nicht viel bringen. Auch so käme es schnell zu einer einseitigen Ernährung, was ich für sehr kontraproduktiv halte. Es wurde auch noch nicht ausreichend belegt, dass eine gewisse Menge eines bestimmten Lebensmittels Krebs heilt oder die Prognose deutlich verbessert. Dennoch darf man nicht vergessen, dass es in zahlreichen PFLANZLICHEN Nahrungsmitteln Sekundäre Pflanzenstoffe gibt, die Krebszellen bekämpfen. Viele Sekundäre Pflanzenstoffe wurden auch noch gar nicht erforscht bzw. überhaupt entdeckt. Eine Ernährung, die hauptsächlich aus frischem Obst und Gemüse besteht dürfte sich aber auf jedem Fall günstig auf unsere Gesundung auswirken. Auch für den "Gesunden" ist es ratsam mehr davon zu essen. Durch frisches Obst und Gemüse werden wir mit vielen wichtigen Nährstoffen versorgt und geben unserem Körper reichlich "krebshemmende Munition" um dem Krebs besser die Stirn zu bieten. Wieviel von dieser Munition auch wirklich beim Krebs landet ist ungewiss, aber dass wir zu wenig frisches Obst und Gemüse zu uns nehmen ist schon lange bekannt.

 

 

 

Nicht übertreiben

 

Ein Übermaß ist generell schädlich, egal bei was. Wir könnten z.B. auch an 10 Liter Wasser sterben. Auch bei den "krebshemmenden" Lebensmitteln darf man es nicht übertreiben. Natürlich ist es super REICHLICH davon zu essen, aber alles in Maßen und nicht in Massen.

Trinkt man zum Beispiel zu viel grünen Tee hat man wahrscheinlich Probleme beim Einschlafen. Bei Omega 3 Fetten sollte man immer bedenken, dass ein ausgeglichenes Verhältnis zu Omega 6 bestehen sollte und, dass auch zu viel Omega 3 Fette zu viel Energie liefern und FETT machen.

 

 

 

 

Nahrungsergänzungsmittel ersetzen keine gesunde Nahrung

 

Wer glaubt sich mit Nahrungsergänzungsmitteln etwas Gutes zu tun macht einen gefährlichen Fehler. Unsere Nahrung besteht aus so viel mehr als nur ein paar Vitaminen. Forscher gehen davon aus, dass man mit einer ausgewogenen Ernährung, die reich an pflanzlichen Lebensmitteln ist rund 10.000 verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe zu sich nimmt. Es wäre also fatal sich auf ein paar Vitamine zu beschränken und diese isoliert zu schlucken. Viele dieser Nährstoffe "arbeiten zusammen" und wenn man sich nur auf ein paar einzelne Vitamine beschränkt kann keine gute "Zusammenarbeit der Nährstoffe" erfolgen. Verschiedene Studien haben auch ergeben, dass die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln ein hohes Gesundheitsrisiko mit sich bringt. So musste zum Beispiel eine Studie an Rauchern abgebrochen werden, da die Einnahme von zusätzlichem Vitamin A das Lungenkrebsrisiko ansteigen lies.

 

 

 

 

Vegetarier und Veganer erkranken seltener an Krebs!

 

 

Da zahlreiche epidemiologische und klinische Studien zeigen, dass Vegetarier zu 40% seltener an Krebs sterben als Fleischesser, lohnt es sich über einen vegetarischen Lebensstil nachzudenken. Das bedeutet nicht, dass man komplett auf Fleisch verzichten müsste. Ich denke mal der Schutz den Vegetarier genießen kommt von den zahlreichen sekundären Pflanzenstoffen, die bei Fleischessern nur begrenzt auf dem Speiseplan stehen. Hinzu kommt, dass Vegetarier weniger tierische Fette zu sich nehmen, die ebenfalls Krebs begünstigen sollen. Wenn man also seinen Fleischkonsum reduziert und vielleicht nur einmal in der Woche Fleisch isst (oder besser Fisch) und auch sonst mehr pflanzliche als tierische Lebensmittel auf den Speiseplan setzt tut man seiner Gesundheit mit Sicherheit etwas Gutes. Und vieles spricht auch dafür, dass sich die vorwiegend pflanzliche Kost positiv auf die Gesundung bei Krebs auswirkt. Mangelerscheinungen sollten Vegetarier nicht befürchten . Eiweiß, Kalzium und Eisen finden sich auch gut in einer vegetarischen Ernährung. Lediglich Vitamin B12 sollte bei einer rein veganen Ernährung entweder durch entsprechende Präparate supplementiert werden oder man isst gelegentlich auch mal tierische Produkte. Man muss ja nicht komplett verzichten ;-)

Man sollte auch nicht vergessen, dass ein pflanzenbetonter Ernährungsstil sich ebenfalls positiv auf Tier und Umwelt auswirken würde.