Grüne Smoothies

Der gesunde Kranke

Grüne Smoothies

 

Grüne Smoothies sind für mich ein wunderbarer Weg mehr Nährstoffe und gleichzeitig weniger Kalorien aufzunehmen. In unserer heutigen Ernährungsweise ist leider das Gegenteil der Fall. Wir nehmen zu viele Kalorien und zu wenige wichtige Nährstoffe zu uns. Wir sind also gleichzeitig mangel- und überernährt. Hier möchte ich euch den Grünen Smoothie etwas näher bringen.

 

 

Was ist ein grüner Smoothie?

 

Bei einem Grünen Smoothie werden 50% "Grünzeug" und 50% Früchte, und natürlich Wasser für die Konsistenz, zusammen püriert. Man bekommt also einen Cocktail aus Vitaminen, Mineralstoffen und natürlich sekundären Pflanzenstoffen, sowie Enzymen. Der "grüne" Anteil sollte mindestens die Hälfte ausmachen. Besser wäre natürlich mehr Grünes als Obst. Denn zuviel püriertes Obst könnte sich ähnlich wie Fruchtsaft negativ auf den Blutzucker auswirken. Und das wäre ja nicht Sinn der Sache.

 

 

Wir haben das Kauen "verlernt"

 

Vielleicht habt ihr auch schonmal gehört, wie wichtig es eigentlich ist, dass wir unser Essen richtig kauen. Dann habt ihr sicherlich auch schon gehört, dass wir genau DAS nicht mehr wirklich machen. Wenn wir unsere Nahrung nicht genug zerkleinern (normalerweise durch kauen) bevor wir sie herunterschlucken müssen unsere Verdauungsorgane mehr arbeiten. So würde zum Beispiel unsere Nahrung längere Zeit in der Magensäure verbringen, die viele wichtige Nährstoffe zerstören würde. Nicht umsonst verbringen die meisten Säugetiere so viel Zeit beim Kauen. Mit dem grünen Smoothie haben wir den Vorteil, dass die Zeit im Magen deutlich verringert wird und die Nährstoffe größtenteils unbeschadet von unserem Körper resorbiert werden können. Der Mixer kaut für uns ;-)

 

 

Leicht verdauliche Rohkost

 

Sobald wir unsere Nahrung erhitzen gehen wertvolle Närhstoffe verloren . Eine der wenigen Ausnahmen ist die Tomate, deren Lycopin durch das Erhitzen von unserem Körper besser resorbiert werden kann.

Aber leider haben viele Menschen Probleme Rohkost zu verdauen. Ein Problem, was sich bessern könnte, wenn man richtig kaut. Beim grünen Smoothie werden die Lebensmittel aber so stark zerkleinert, dass unsere Verdauungsorgane weniger Arbeit leisten müssen und Nährstoffe leichter resorbiert werden.

Da auch die Verweildauer im Magen minimiert wird werden auch keine Nährstoffe von der Magensäure zerstört.

Wir können also Rohkost aufnehmen ohne Verdauungsprobleme zu bekommen und die Nährstoffe können fast unbeschadet von unserem Darm resorbiert werden.

 

 

 

Was kann alles in den Mixer?

 

Bei grünen Smoothies halte ich nicht viel davon sich an Rezepte zu halten. Man kann da eigentlich ganz kreativ bleiben. Bei mir war schon alles mögliche im Mixer. Einige Beispiele sind Grünkohl (sehr kalziumreich), Petersilie, Chinakohl oder Staudensellerie. Aber vieles bekommt man auch umsonst. Ganz gut im grünen Smoothie macht sich zum Beispiel Karottengrün. So ziemlich jeder wirft es weg, doch es steckt voller Nährstoffe.

Auch Wildkräuter eignen sich sehr gut, da sie besonders viele Nährstoffe enthalten, jedoch sollte man sich hier auch gut auskennen, sonst droht Vergiftungsgefahr. Mein Favorit sind frische Brennesseln. Man findet sie überall und sie stecken voller Nährstoffe. Es dürfte auch keine Verwechslungsgefahr mit giftigen Kräutern bestehen.

Bei Obst kann man alles ganz nach Geschmack ausprobieren. Je mehr Vielfalt, desto besser.

 

 

 

Auch Zutaten aus der Tiefkühltruhe sind ok

 

Immer nur ganz frische Zutaten zu verwenden ist natürlich sehr anstrengend. Da ist es auch gar nicht schlimm, wenn man auf gefrorene Zutaten zurückgreift. Meist ist bei gefrorenem Obst und (Blatt)Gemüse der Nährstoffverlust minimal. Oftmals ist es auch besser auf ein Tiefkühprodukt zurückzugreifen, als etwas "frisches" zu nehmen, was schon eine Ewigkeit im Geschäft lag. Wichtig ist nur, dass keine Zusätze dabei sind wie Würzmischungen oder Zucker. Auch "mit natürlicher Fruchtsüße" ist nicht sehr vorteilhaft. Ich nehme oft Beerenmischungen, die die Kennzeichnung "ungesüßt" tragen.

Ich gebe auch oft gerne ein paar gefrorene Spinatnuggets oder ein paar gefrorene Beeren in den Mixer, damit der Smoothie schön kühl ist.

Für die Intelligenzakrobaten noch ein kleiner Hinweis: Wenn ihr nur gefrorene Zutaten nehmt habt ihr evtl. eher ein grünes Eis als einen Smoothie ;-)

 

 

 

Der richtige Mixer

 

 

Empfohlen werden meistens Mixer der Marke Vitamix. Doch diese haben mit etwa 600€ einen stolzen Preis. Mir persönlich war das zu viel und ich hatte mir einen Mixer für unter 30€ gekauft... Das war ein großer Fehler. Anstatt leckere Smoothies hatte ich nur ungenießbaren Matsch. Ich musste mich also nach einem anderen Mixer umsehen, den ich auch bezahlen konnte und hatte mich für einen Mixer der Marke Phillips entschieden (DAS ist meiner). Mit etwa 85€ auch kein Schnäppchen, aber verglichen mit dem Vitamix sehr günstig. Ich bin mit dem Teil jedenfalls zufrieden.

Ich habe aber auch von einigen gehört, die sich mit einem Pürrierstab begnügen. Ich persönlich kann mir das nur schwer vorstellen, aber vielleicht bin ich ja auch nur zu faul dazu ;-)

 

 

Hier noch ein paar Quellenangaben zu den von mir gegebenen Infos:

 

Buch: "Grüne Smoothies - Die supergesunde Mini-Mahlzeit aus dem Mixer"

www.gruenesmoothies.de